Mietrecht SODU.ch

Ich habe Deine Anfrage an eine Rechtsanwältin, die sich im Mietrecht auskennt, weitergegeben.

Hier ihre Rückmeldung (unten in kursiv)

Bitte beachte, dass die Antwort unverbindlich ist (wir wissen ja nicht, ob der Sachverhalt für die Gegenpartei genau gleich aussieht…….. Wenn dem nicht so ist, müsste man noch die «richtige» / objektive Version haben).

Aber vom Grundsatz her:

-        Ich verstehe unseren «zukünftigen» VN, dass er die Vereinbarung (noch) nicht unterzeichnen möchte. Ich empfehle ihm, der Verwaltung mitzuteilen, dass er sich – nach erfolgten und vollendeten Sanierungsarbeiten – betreffend Entschädigung erneut an die Verwaltung wenden, und dass er somit (vorgängig) die Vereinbarung nicht unterzeichnen wird. Denn grundsätzlich hat ein Mieter Anrecht auf eine Mietzinsreduktion seit Kenntnisnahme des Mangels durch die Verwaltung bis zur vollständigen Behebung des Mangels. Denn erst nach vollständiger Behebung des Mangels sind die Beeinträchtigungen, welche der Mieter durch den Mangel und die Reparatur des Mangels erlitten hat, klar ersichtlich.

-        Aber: Es stimmt, dass der Mieter grundsätzlich kein Anrecht auf eine Mietzinsreduktion hat, wenn er einen vergleichbaren Ersatz für sein Mietobjekt erhält.

-        In casu sprechen wir ja aber grundsätzlich von einer Entschädigung (Schadenersatz) gemäss Art. 259e OR wie z.B. seinen Aufwand auf Grund des Umzugs usw. und nicht von einer Mietzinsreduktion.

 

-        Zudem empfehle ich dem Mieter, all die Beeinträchtigungen, die er durch den Wasserschaden erlitten hat, aufzuschreiben (Protokoll). Danach kann er das Protokoll in Kopie der Verwaltung zur Kenntnisnahme zustellen. Dem Protokoll können dann all die erlittenen Beeinträchtigungen der Mieterschaft, dies während des gesamten Zeitraums (Kenntnisnahme bis zur vollständigen Behebung des Mangels), entnommen werden. Allenfalls ist danach die Verwaltung/der Eigentümer bereit, eine höhere Entschädigung als «lediglich» pauschal CHF 300.- dem Mieter zu bezahlen.